- AutorIn
- Victor Tofan
- Titel
- Der Nutzen von Softwareemulation zur Medienerhaltung und -modifizierung
- Untertitel
- Analyse des Potentials zur digitalen Wahrung visueller Medien
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-1008333
- Datum der Einreichung
- 15.09.2025
- Abstract (DE)
- Diese Arbeit untersucht die Eignung von Emulation als Strategie zur Erhaltung digitaler Medien. Ausgangspunkt ist die Fragestellung, ob Emulatoren in der Lage sind, nicht mehr nativ ausführbare Programme korrekt wiederzugeben, den ursprünglichen Nutzungskontext zu rekonstruieren und langfristig eine vollständige digitale Bewahrung zu ermöglichen. Neben der Sicherung von Authentizität wird dabei auch das Potenzial von Emulation zur Verbesserung bestehender Software diskutiert. Im theoretischen Teil werden zunächst die Grundlagen der Emulation erläutert, wobei High-Level- und Low-Level-Ansätze sowie ihre jeweiligen Stärken und Schwächen im Hinblick auf Funktionsfähigkeit und Genauigkeit betrachtet werden. Der praktische Teil umfasst Interviews mit Expert:innen sowie Benchmarks ausgewählter Emulatoren auf verschiedenen Nintendo-Systemen. Die Ergebnisse bestätigen, dass Emulatoren grundsätzlich eine hohe Funktionsfähigkeit erreichen und viele Eigenschaften des ursprünglichen Nutzungskontextes rekonstruieren können. Gleichzeitig zeigen sich technische und konzeptionelle Grenzen, insbesondere bei spezialisierter Hardware oder netzwerkbasierten Funktionen. Abschließend wird deutlich, dass Emulation kein vollständiger Ersatz für alle Erhaltungsstrategien ist, jedoch ein zentrales Werkzeug im Zusammenspiel mit Migration und Hardware-Konservierung darstellt. Sie verbindet die Möglichkeit der langfristigen Bewahrung mit neuen Chancen für verbesserte Zugänglichkeit und Nutzung digitaler Kulturgüter.
- Abstract (EN)
- This study investigates the viability of emulation as a strategy for the preservation of digital media. It addresses the central question of whether emulators can accurately reproduce programs that are no longer executable on their original platforms, reconstruct the authentic usage context, and support sustainable long-term preservation. In addition to considerations of authenticity, the analysis also explores the potential of emulation to enhance existing software. The theoretical section outlines the principles of emulation, distinguishing between high-level and low-level approaches and assessing their respective strengths and limitations with regard to functionality and fidelity. The empirical component consists of expert interviews and benchmark testing of selected emulators across various Nintendo systems. The findings demonstrate that emulators are generally capable of achieving a high degree of functionality and of reconstructing many aspects of the original user experience. At the same time, both technical and conceptual constraints emerge, particularly in relation to specialized hardware and network-dependent features. The study concludes that while emulation cannot serve as a comprehensive substitute for all preservation strategies, it constitutes a central instrument in conjunction with migration and hardware conservation. Emulation thus combines the capacity for long-term preservation with new opportunities for enhanced accessibility and the continued use of digital cultural heritage.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Emulation, Medienerhaltung, Bildrate, Nutzungskontext
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- angenommene Version / Postprint / Autorenversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-1008333
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 05.12.2025
- Dokumenttyp
- Bachelorarbeit
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
Abstract i Abkürzungsverzeichnis vi I Theorie 1 1 Einleitung 2 1.1 Forschungsfragen 2 1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 3 2 Motivation 4 2.1 Historische Medienerhaltung 4 2.2 Problemstellung 4 3 Emulation in der Theorie 6 3.1 Emulation Allgemein 6 3.2 High-Level & Low-Level Emulation 7 4 Theoretische Betrachtung der Forschungsfragen 1 und 2 10 4.1 Technische Ausführbarkeit nicht nativ unterstützter Programme 10 4.2 Rekonstruktion des ursprünglichen Nutzungskontexts 11 II Praxis 13 5 Methodik 14 5.1 Interviews 14 5.2 Messungen 19 6 Verwendung von Emulation in Vergangenheit und Gegenwart 25 6.1 Emulation als Werkzeug der Bewahrung 25 6.2 Emulation in der Kulturindustrie 26 6.3 Praktische Nutzung durch Entwickler und Community 26 6.4 Herausforderungen und Grenzen 27 6.5 Emulation im Alltag 27 7 Technische Analyse und Herausforderungen der Emulation 30 7.1 Zentrale technische Herausforderungen 30 7.2 Bedeutung der Messergebnisse für technische Herausforderungen 31 7.3 Architekturvergleich: Standalone vs. RetroArch/libretro 32 7.4 Relevanz spezieller Tools für Forschung 33 8 Funktionen, rechtliche Rahmen und Zukunftsperspektiven 34 8.1 Emulatorfunktionen jenseits des Originals 34 8.2 Community-orientierte Erweiterungen 34 8.3 Rechtliche und Institutionelle Rahmenbedingungen 35 8.4 Zukunftsaussichten: Plattformabhängige Strategien 35 9 Praktische Betrachtung der Forschungsfragen 37 9.1 Rückbezug auf Forschungsfragen 1 und 2 37 9.2 Technische Erreichbarkeit vollständiger Erhaltung (Forschungsfrage 3) 38 10 Fazit und Ausblick 40 10.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 40 10.2 Diskussion 40 10.3 Kritische Reflexion 41 10.4 Ausblick 41 A Anhang I A.1 Interviews I A.2 Messungen XIV Literaturverzeichnis XXVI Abbildungsverzeichnis XXXIII Tabellenverzeichnis XXXIV