- AutorIn
- C. Schmüdderich HUESKER Synthetic GmbH
- S. NiewerthHUESKER Synthetic GmbH
- H. HangenHUESKER Synthetic GmbH
- S. Nagel
- Titel
- Schadstoffe binden und Wasser versickern statt Abdichten, Behandeln und Einleiten - neue Wege im Umgang mit Schadstoffbelasteten Böden
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-1059758
- Konferenz
- 1. Leipziger Geotechnik-Symposium. Leipzig, 13.11.2025 - 14.11.2025
- Quellenangabe
- Tagungsband 1. Leipziger Geotechnik-Symposium (LeiGS)
Seiten: 50-55 - DOI
- https://doi.org/10.33968/2025.62
- Abstract (DE)
- Grundwasser ist ein äußerst wichtiges und zugleich knappes Gemeinschaftsgut, weshalb an seinen Schutz hohe Anforderungen gestellt werden. Um den Eintrag von Schadstoffen in den Untergrund zu verhindern, wird der Boden heute meist mit Beton, Asphalt oder geosynthetischen Dichtungen abgedichtet. Dadurch wird der Fließweg des Trägermediums Wasser verändert. Mithilfe der ebenfalls einzurichtenden Rohrleitungsinfrastruktur wird das Wasser zur Kläranlage geleitet, wo die Schadstoffe herausgefiltert werden. Infolgedessen steht der Boden unter der abgedichteten Fläche weder als Speicherraum für Niederschlagswasser noch als Lebensraum für Vegetation zur Verfügung. Der Einsatz innovativer geosynthetischer Schadstofffilter, sogenannter permeabler, reaktiver, geosynthetischer Schadstoffbarrieren (PR-GBR), stellt einen neuen Ansatz im Grundwasserschutz dar. Während kontaminiertes Sickerwasser durch den Filter sickern kann, werden Schadstoffe sorbiert. Das Wasser kann so ungehindert seinem natürlichen Fließweg folgen. Auf diese Weise bleibt der Untergrund geschützt und behält seine natürlichen Funktionen. PR-GBR bestehen aus einer Trägerund einer Decklage aus Gewebe oder Vliesstoffen sowie einer Aktivschicht aus Sorbenten, welche je nach vorliegendem Schadstoff angepasst werden können. In diesem Beitrag werden unterschiedliche Anwendungsgebiete von PR-GBR aufgezeigt: die Entsiegelung von Logistikflächen für schwach bis mäßig kontaminierte Güter, der Einsatz entlang von Straßen in Wasserschutzgebieten als dezentrale Straßenabflussbehandlung, die Möglichkeit technische Bauwerken mit kontaminierten Böden herzustellen, sowie die Abdeckung von kontaminierten Sedimenten zum Schutz von Oberflächengewässern. Durch die gezielte Infiltration – im Gegensatz zur Abdichtung oder Einkapselung – werden mobile Schadstoffe, wie Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), zur Schadstoffbarriere transportiert und dort dauerhaft gebunden, während die Bodenqualität kontinuierlich verbessert wird.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Permeable, reaktive Schadstoffbarriere; Kontaminierte Böden; Grundwasserschutz; Dezentrale Wasserbehandlung; Tektoseal Active
- Herausgeber (Institution)
- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- angenommene Version / Postprint / Autorenversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-1059758
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 15.07.2026
- Dokumenttyp
- Konferenzbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0