- AutorIn
- Maike Zaun
- Titel
- Über die Bedeutung queersensibler Suchtberatung
- Untertitel
- Diskussion am Beispiel zweier ausgewählter Konzeptionen
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-945243
- Datum der Einreichung
- 22.08.2024
- Abstract (DE)
- Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, auf Grundlage einer Literaturrecherche den Zusammenhang der beiden Themenkomplexe Queerness und Sucht darzustellen. Einführend werden beide Themen einzeln beleuchtet, um ein einheitliches Ver-ständnis beider Begrifflichkeiten zu schaffen. Auf dieser Basis werden sie im späte-ren Verlauf miteinander verknüpft und es wird dargestellt, inwiefern queere Perso-nen von Sucht bzw. Abhängigkeit betroffen sind. Als Erklärungsansatz wird das Mi-noritätenstressmodell aufgeführt und erläutert. Es werden Studien hinzugezogen, die die erhöhte Häufigkeit von Substanzkonsum und -abhängigkeit bei Queers be-legen und herausgearbeitet, auf welches Zusammenspiel verschiedener Stressoren und Belastungen dies zurückzuführen ist. Davon ausgehend wird abgeleitet, weshalb Queersensibilität innerhalb von Suchtberatungskontexten bedeutsam und notwendig ist. Es werden Kategorien und Indikatoren zu Queersensibilität erarbeitet, die auf institutioneller Ebene wirken und durch die Verankerung in Konzeptionen ihre Wirkung entfalten. Auf dieser Basis werden zwei exemplarische Konzeptionen von Suchtberatungsstellen analysiert, um einen Ist-Zustand zu ermitteln und Möglichkeiten und Grenzen der Berücksichtigung von Queersensibilität zu diskutieren. Bei dieser Arbeit handelt es sich um den Versuch, bei einer noch begrenzten Forschungslage zur Schnittstelle beider Themenbereiche, diese in ihrer Komplexität und Kausalität in Zusammenhang zu setzen. Gleichzeitig soll ein Anreiz für die Weiterentwicklung einer queersensiblen Sozialen Arbeit im Suchtberatungskontext und für weiterführende Forschung gesetzt werden.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Queer, Queerness, Suchtberatung, Minoritätenstress, Sucht, Abhängigkeit
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- angenommene Version / Postprint / Autorenversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-945243
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 22.11.2024
- Dokumenttyp
- Bachelorarbeit
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2 Theoretische Grundlagen im Kontext von Queerness 2.1 Annäherung an den Begriff Queer 2.2 Queersensibilität in einer cis- und heteronormativen Gesellschaft 2.3 Besondere Belastungen von Queers 3 Theoretische Grundlagen im Kontext von Sucht 3.1 Annäherung an den Begriff Sucht 3.2 Ausgewählte Modelle zur Suchtentstehung 3.3 Einordnung der Suchtberatung in das Suchthilfesystem 3.4 Kritische Betrachtung von Sucht und Suchthilfe 4 Über den Zusammenhang von Queerness und Sucht 4.1 Einblick in die aktuelle Forschungslage 4.2 Das Minoritätenstressmodell als Erklärungsansatz 5 Queersensibilität auf institutioneller Ebene 5.1 Die institutionelle Ebene 5.2 Die Konzeption als Instrument der institutionellen Ebene 5.3 Queersensibilität in Konzeptionen 6 Analyse und Diskussion von zwei ausgewählten Konzeptionen 7 Fazit und Ausblick