- AutorIn
- Kristian Radjen
- Titel
- Sommerliche Überwärmung in Abhängigkeit von Nutzung und Bauweise
- Untertitel
- eine Untersuchung anhand ausgewählter Raumtypen
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-986053
- Datum der Einreichung
- 30.06.2025
- Abstract (DE)
- Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde die sommerliche Überwärmung eines Wohn- und Nichtwohngebäudes (Büro) analysiert, wobei der Fokus auf Räumen mit hoher Glasfläche und südwestlicher Ausrichtung lag. Als Referenz diente das Projekt „V2C9 – Grünblick“ in Wien, wobei die Wohnküche TOP 310 aufgrund ihrer ungünstigen Lage und großen Fensterfläche als maßgebender Raum für die Berechnungen ausgewählt wurde.Die Analyse umfasste sowohl Massiv- als auch Leichtbauweise, um die Auswir-kungen unterschiedlicher Bauweisen auf die sommerliche Überwärmung zu untersuchen. Die Berechnungen zeigten, dass die Massivbauvariante ohne zu-sätzliche Maßnahmen die zulässige operative Tagestemperatur von 29,8 °C überschritt (34,63 °C, Sommertauglichkeitsklasse D). Durch den Einsatz von Außenrollläden und Nachtlüftung konnte die Temperatur jedoch auf 24,74 °C gesenkt werden (Sommertauglichkeitsklasse A+). Die Leichtbauvariante zeigte eine noch höhere Ausgangstemperatur (39,89 °C, Sommertauglichkeitsklasse D) und erforderte ebenfalls den Einsatz von Außen-rollläden und Nachtlüftung, um die Sommertauglichkeitsklasse B zu erreichen (29,69 °C).Angesichts der steigenden globalen Temperaturen ist es entscheidend, die sommerliche Überwärmung langfristig zu betrachten. Um auch in den nächsten 30-40 Jahren ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten, sind sowohl bauli-che Maßnahmen (z.B. effektiver Sonnenschutz, Speichermasse) als auch ein bewusstes Nutzerverhalten (z.B. Nachtlüftung) unerlässlich. Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstreichen die Notwendigkeit, bereits in der Planungsphase von Räumen die sommerliche Überwärmung umfassend zu berücksichtigen, um nachhaltig behagliche Lebensräume zu schaffen.
- Abstract (EN)
- Within the scope of this diploma thesis, the summer overheating of a residential and non-residential building (office) was analyzed, with a focus on rooms with a high glass surface area and southwest orientation. The 'V2C9 – Grünblick' pro-ject in Vienna served as a reference, with the kitchen-living room TOP 310 be-ing selected as the decisive room for the calculations due to its unfavorable lo-cation and large window area.The analysis encompassed both solid and lightweight construction methods to examine the effects of different construction types on summer overheating. The calculations revealed that the solid construction variant, without additional measures, exceeded the permissible operative daytime temperature of 29.8 °C (34.63 °C, summer suitability class D). However, by implementing external roller shutters and night ventilation, the temperature could be reduced to 24.74 °C (summer suitability class A+).The lightweight construction variant exhibited an even higher initial temperature (39.89 °C, summer suitability class D) and also required the use of external roll-er shutters and night ventilation to achieve summer suitability class B (29.69 °C).Given the rising global temperatures, it is crucial to consider summer overheat-ing in the long term. To ensure a comfortable indoor climate for the next 30-40 years, both structural measures (e.g., effective sun protection, thermal mass) and conscious user behavior (e.g., night ventilation) are indispensable. The results of this thesis underscore the necessity to comprehensively consider summer overheating already in the planning phase of rooms, to create sustainably comfortable living spaces.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Sommerliche Überwärmung, Wohngebäude, Nichtwohngebäude (Büro), Raumklima, Klimawandel, Nachhaltiges Bauen, Massivbau, Leicht-bau, Speichermasse, Glasflächenanteil, Simulation, Archiphysik (Software), Sonnenschutz
- Freie Schlagwörter (EN)
- Summer overheating, Residential building, Non-residential building (office), Indoor climate, Climate change, Sustainable building, Solid construction, Lightweight construction, Thermal mass, Glass surface area ratio, Simulation, Archiphysik (Software)
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- angenommene Version / Postprint / Autorenversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:l189-qucosa2-986053
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 19.08.2025
- Dokumenttyp
- Diplomarbeit
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1 1.1 Problemstellung 1 1.2 Forschungskonzept 2 1.3 Zielsetzung 3 2 Stand der Technik und Forschung 4 2.1 Klimawandel in Österreich 4 2.2 Zunehmende Bedeutung der sommerlichen Überwärmung 6 3 Normative Randbedingungen 8 3.1 OIB - Richtlinien 8 3.2 ÖNORMEN 12 3.3 Klimaaktiv 26 4 Vorgangsweise 29 4.1 Vermeidung sommerlicher Überwärmung mittels Archiphysik 25 30 4.2 Aufbauten Wohngebäude 40 4.3 Aufbauten Nichtwohngebäude 41 4.4 Untersuchte Raumtypen – Analyse der Überwärmung 42 5 Wohngebäude 46 5.1 Maßgebender Raum 47 5.2 Wohnküche TOP 310 - Variante Massivbau 49 5.3 Wohnküche TOP 310 - Variante Leichtbau 54 6 Nichtwohngebäude 59 6.1 Maßgebender Raum 60 6.2 Büro TOP 310 - Variante Massivbau 61 6.3 Büro TOP 310 - Variante Leichtbau 67 6.4 Fensterflächenoptimierung Nichtwohngebäude – Variante Leichtbau 73 7 Ergebnisse 78 7.1 Vergleich Wohngebäude Massivbau / Leichtbau 78 7.2 Vergleich Nichtwohngebäude Massivbau / Leichtbau 84 7.3 Vergleich Nichtwohngebäude Variante Leichtbau – Fensterflächenoptimierung 90 8 Zusammenfassende Schlussfolgerung 95 8.1 Kurze Zusammenfassung – Kernaussagen 97 8.2 Handlungsempfehlungen für die Planungspraxis 97 8.3 Ausblick für weiterführende Untersuchungen 98 9 Verzeichnis 99 9.1 Quellen 99 9.2 Abbildungen 101 9.3 Tabellen 102